Kneipe "zur Traube"

PM: Positionspapier “Zur Traube”

Wie inzwischen auch aus der Presse zu vernehmen ist, soll das berühmte historische Gebäudeensemble rund um die Kiezkneipe “Zur Traube” in der Spandauer Wilhelmstadt zeitnah dem Erdboden gleich gemacht werden, um dort ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten.

Die WisS unterstützt ausdrücklich den Dialog engagierter Bürger/Innen aus dem Umfeld der Stadtteilvertretung mit dem Landesdenkmalamt Berlin bezüglich der Option des Denkmalschutzes für “Die Traube”. Gespräche mit der sogenannten “Unteren Denkmalbehörde” in Spandau verliefen dahingehend leider erfolglos: Spandau sei “nicht zuständig”.

Bisher sind die Bürger/Innen fest davon ausgegangen, dass das gut erhaltene Fachwerkhaus als weithin bekanntes Beispiel der Spandauer Rayonbebauung selbstverständlich unter Denkmalschutz stehen müsse … was offenbar nicht der Fall ist.

Es klingt fast aberwitzig, wenn ausgerechnet im Herzen des ausgerufenen Sanierungsgebiets Wilhelmstadt eines der bekanntesten und schönsten Fachwerkgebäude ohne weitere Bürgerbeteiligung abgerissen werden soll”, empört sich Jürgen Kessling, erster Vorsitzender der WisS.

Der Investor scheut derweil keine Mittel, um die lästigen Mieter aus den Gebäuden zu entfernen. Wer nicht via Gewerbevertrag unverzüglich gekündigt werden kann, wird mit einer schöneren Wohnung oder anderen Annehmlichkeiten zum Auszug motiviert.

Die WisS wird daher am 26.07.2018 um 19.00 direkt in der Traube ein Informationstreffen abhalten, um mit den Bürger/Innen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Man will sich beraten, welche Möglichkeiten jetzt noch verbleiben, um einen Abriss des städtebaulich bedeutenden Bauwerks zu verhindern oder wenigstens zu verzögern.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Kessling und Marion Thoma

Vorstand WisS

 

Header Foto: Emilio Paolini

6 Gedanken zu „PM: Positionspapier “Zur Traube”

  1. Ich denke auch das es wohl beschlossen ist und die Denkmalschutzbehörde hält sich bei sehr vielem raus was sie angehen sollte…Hat sich der Staub des Abrisses verzogen kann der Bürger wieder weiter mit Auflagen am historischen Umbauen geneckt werden bringt wohl mehr Geld und ist einfacher…

  2. Auch ich als ehemalige Spandauerin finde es furchtbar wie mit so einem Kleinod umgegangen wird. Alles wird bei uns unter Denkmalschutz gestellt. wenn aber einer mit viel Kohle winkt ist das nicht mehr so relevant. Traurig dann wird so ein Schmuckstück mal eben ohne viel Federlesen den Erdboden kleingemacht. Armes Spandau!

  3. Warum ist nur die Rede von der „Traube“. Der langjährige Zeitschriften-Zigaretten und Lottoladen ist auch betroffen. Das ist wirklich sehr schade.
    In Wilhelmstadt geht alles den „Bach runter“. Schade !!!!!!!!!

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